Akteure

Sozial handelnde Personen, die aktiv an einem Geschehen teilnehmen.

Beschwerdemanagement

Systematischer Umgang mit Beschwerdefällen, indem für alle Beteiligten ein zentraler Ansprechpartner zur Verfügung steht. Mit dem Beschwerdemanagement ist die rechtzeitige, kontinuierliche und adäquate Information der Bürger und Anlieger gewährleistet.

Bürger

Angehörige eines Staates oder einer Kommune. An den Status des Bürgers sind bestimmte Rechte gekoppelt – im Grundgesetz als Bürger- oder Deutschenrechte bezeichnet – wie beispielsweise die Versammlungsfreiheit oder die Vereinigungsfreiheit.

Bürgerbeteiligung

Im Baugesetzbuch sind eine frühe Information und die Einbeziehung der Öffentlichkeit fest verankert. Beteiligung kommt in unterschiedlichen Formen und Stufen der Partizipationsmöglichkeiten vor. Voraussetzung für eine effiziente Beteiligung, die als Dialog zwischen Bürgern und Verantwortlichen verläuft, sind zunächst umfassende Informationen über das geplante Projekt, auf denen ein erfolgreicher Dialog und damit auch die Beteiligung basiert.

Bürgerdialog

Dialoge zielen darauf ab, partikulare Interessen zu präsentieren und durch Konsensfindung zu vereinen. Mit einem direkten Bürgerdialog zeichnet sich das Stimmungsbild der Bevölkerung bzw. der Betroffenen ab. Durch Online-Dialoge sind die verschiedenen Stellungnahmen langfristig abgebildet und können so effizienter abgewägt und analysiert werden.

E-Partizipation

Internetgestützte Verfahren, die Bürgern eine Beteiligung in unterschiedlichen Entscheidungsprozessen ermöglichen. Neben politischen Fragestellungen stehen häufig städtebauliche Maßnahmen im Zentrum der Diskussion. Ziel der E-Partizipation in diesem Zusammenhang ist es vorrangig, dass Verantwortliche und Betroffene miteinander in einen Dialog treten.

Hearing

Anhörung durch ein Gremium, die sich von einer Anhörung im rechtlichen Sinne unterscheidet. Hearings bezeichnen einen wichtigen Kommunikations- und Informationsweg, die zur demokratischen Meinungsbildung und Entscheidungsfindung beitragen.

Information

Information schafft die Voraussetzung für echte und zielführende Bürgerbeteiligung. Infostände, Broschüren, Postwurfsendungen oder verständliche Darstellung des Vorhabens im Internet schaffen eine Grundlage, auf der Partizipation für den Bürger erst möglich gemacht wird. Nur wenn alle Beteiligten über ausreichend Informationen verfügen, ist ein konstruktiver Austausch möglich. Dabei ist die verständliche Aufbereitung der Information von zentraler Wichtigkeit. Fachliche Inhalte verständlich zu machen, ist die wesentliche Aufgabe im Rahmen von Bürgerbeteiligungsverfahren.

Klimaquartier

Mit dem KFW-Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung“ – Bestandteil des Energiekonzepts der Bundesregierung vom 28. September 2010 – steht nun nicht mehr nur die energetische Sanierung des Einzelgebäudes im Fokus, sondern auch das Quartier. Das Klimaquartier ist ein integriertes Planungs-, Organisations- und Managementmodell, welches das komplette Spektrum von der Antragsstellung bis hin zur Abrechung und Evaluierung der einzelnen Maßnahme abdeckt.

Konversion

Wiedereingliederung von Brachflächen in den Wirtschaftskreislauf einer Stadt. Häufig beschreibt der Begriff Konversion die Umnutzung oder Nutzungsänderung von Flächen, wie beispielsweise militärische Anlagen oder Industrieanlagen, die als solche nicht mehr genutzt werden.

Mediation

Ein Konfliktregelungsverfahren, in dem die Beteiligten eine Streitbeilegung abseits der juristischen Auseinandersetzung suchen. Alle Parteien nehmen freiwillig am Mediationsverfahren teil und versuchen durch Verhandlungen und direkte Kommunikation eine konsensuale Lösung herbeizuführen. Ein von allen akzeptierter Mediator übernimmt dabei eine neutrale, vermittelnde Rolle.

NIMBY

Nimby steht für „Not In My Back Yard“. Dieses Akronym bezeichnet den idealtypischen Bürger, der prinzipiell z.B. die Energiewende unterstützt und sich gegen Atomkraft ausspricht, gleichzeitig aber den Bau von z.B. Windkraftanlagen in seiner Umgebung ablehnt. Die deutsche Entsprechung zu diesem Ausdruck ist das „Sankt-Florian-Prinzip“.

Transparenz

In Zusammenhang mit städtebaulichen Maßnahmen bedeutet der Begriff der Transparenz einen Zustand freier Information und Partizipation. So ist eine offene Kommunikation zwischen Verantwortlichen und Bürgern gewährleistet.

Werkstatttag

Präsenzveranstaltung, in der die Ergebnisse des Workshop-Verfahrens oder einzelner Phasen der lokalen Öffentlichkeit präsentiert und anschließend diskutiert werden, wobei Fachpersonal, wie beispielsweise Bauausschüsse, beratend teilnimmt. Abschließend wird eine Priorisierung  der Ergebnisse vorgenommen.

Wettbewerbsverfahren

Um für eine Bauaufgabe oder Ideenfindung den optimalen Entwurf zu finden, werden im Bereich der Stadtentwicklung Wettbewerbe veranstaltet. Architekten bewerben sich mit ihrem Entwurf auf eine bestimmte Aufgabenstellung. Eine Jury prüft dann die unterschiedlichen Entwürfe und bestimmt den Erstplatzierten, dessen Entwurf in der Regel realisiert wird.

Workshopverfahren

Formloses Verfahren, das in unterschiedliche Phasen eingeteilt werden kann und sich an den Regeln des freien Wettbewerbs orientiert. Ziel dieses Verfahrens ist die Interaktion zwischen interessierten Laien und Fachleuten. Am Ende des Prozesses steht eine Kooperation, die aus einer Beteiligung von Bürgern und Fachpersonal resultiert.